Gedankenkarussell

Da sitze ich. An einem Freitagabend um 22.30 Uhr. Und kann meinen Kopf nicht abschalten – es zirkuliert zu viel Inspiration. So tue ich, was ich in work_in_progresssolchen Momenten gerne tue. Ich schreibe. Und sortiere durch das Schreiben.

Was das Gewusel in meinem Kopf verursacht hat? Ich habe den Tag auf der work in progress auf Kampnagel verbracht. Eine Veranstaltung, die im Vergleich zur Vorjahresveranstaltung inhaltlich definitiv einen Quantensprung hingelegt hat.

Was mir durch den meinem Kopf schwirrt? Ich versuche mich mal an einer Sortierung – vollkommen ohne Anspruch an irgendeine Vollständigkeit. Ich sammle die Punkte, die mich weiter beschäftigen. In Onelinern. Vielleicht  werfen diese Onelinern mehr Fragen auf, als dass welche beantworten. Aber sind Fragen nicht eh viel spannender als Antworten?

Abgesehen davon, dass ich es genossen habe, diesen Denker mal live und in Farbe zu erleben, habe ich aus der Keynote von Richard Sennett Folgendes mitgenommen:

  • Vieldeutigkeit ist sozialer als Klarheit.
  • Mitgefühl verneint Differenz.
  • Solidarität zwingt zu Uniformität.
  • Wir sind genetisch auf Kooperation „geprimed“.
  • Kooperation ist moralisch attraktiv, aber in die Ecke der Nicht-Praktikabilität abgedrängt.
  • Das Aushalten von Differenz erfordert Selbstbewusstsein.

Dr. Gesa Ziemer hat über Komplizenschaft gesprochen. Auch davon ist mir einiges hängengeblieben:

  • Komplizitäres Verknüpfen hat Hochkonjunktur
  • Was passiert mit uns in Zeiten immer mehr verwischender Berufsbilder, wenn berufliche Reputation in unserer Kultur ein zentrales identitätsstiftendes Moment und sozialer Einordungsfaktor ist?
  • Komplizenschaft ist etwas anderes als Netzwerke, Teamarbeit, Freundschaften… es ist ein kreativer Umgang mit Strukturen.
  • Je hierarchischer eine Organisation, desto mehr Komplizenschaften. Der Mensch hat also einen Drang zu gestalten. Wenn ihm der Raum nicht gegeben wird, sucht er ihn sich.
  • Komplizen suchen sich nicht, sie finden sich. Lassen sich in Organisationen Räume zum Finden gestalten?
  • Um kreativ sein zu können, muss man auch mal intransparent und konspirativ unterwegs sein.

Gedankenfetzen, die in meinem Kopf zirkulieren. Ich bin mir sicher, sie werden an unpassenden und passenden Stellen in den nächsten Wochen und Monaten wieder auftauchen. Ich bin gespannt, was daraus werden wird. Gute Nacht!

Da sitze ich. An einem Freitagabend um 22.30 Uhr. Und kann meinen Kopf nicht abschalten – es zirkuliert zu viel Inspiration. So tue ich, was ich in solchen Momenten gerne tue. Ich schreibe. Und sortiere durch das Schreiben.

Was das Gewusel in meinem Kopf verursacht hat? Ich habe den Tag auf der work in progress auf Kampnagel verbracht. Eine Veranstaltung, die im Vergleich zur Vorjahresveranstaltung inhaltlich definitiv einen Quantensprung hingelegt hat.

Was mir durch den meinem Kowork_in_progresspf schwirrt? Ich versuche mich mal an einer Sortierung – vollkommen ohne Anspruch an irgendeine Vollständigkeit. Ich sammle die Punkte, die mich weiter beschäftigen. In Onelinern. Vielleicht  werfen diese Onelinern mehr Fragen auf, als dass welche beantworten. Aber sind Fragen nicht eh viel spannender als Antworten?

Abgesehen davon, dass ich es genossen habe, diesen Denker mal live und in Farbe zu erleben, habe ich aus der Keynote von Richard Sennett Folgendes mitgenommen:

  • Vieldeutigkeit ist sozialer als Klarheit.
  • Mitgefühl verneint Differenz.
  • Solidarität zwingt zu Uniformität.
  • Wir sind genetisch auf Kooperation „geprimed“.
  • Kooperation ist moralisch attraktiv, aber in die Ecke der Nicht-Praktikabilität abgedrängt.
  • Das Aushalten von Differenz erfordert Selbstbewusstsein.

Dr. Gesa Ziemer hat über Komplizenschaft gesprochen. Auch davon ist mir einiges hängengeblieben:

  • Komplizitäres Verknüpfen hat Hochkonjunktur
  • Was passiert mit uns in Zeiten immer mehr verwischender Berufsbilder, wenn berufliche Reputation in unserer Kultur ein zentrales identitätsstiftendes Moment und sozialer Einordungsfaktor ist?
  • Komplizenschaft ist etwas anderes als Netzwerke, Teamarbeit, Freundschaften… es ist ein kreativer Umgang mit Strukturen.
  • Je hierarchischer eine Organisation, desto mehr Komplizenschaften. Der Mensch hat also einen Drang zu gestalten. Wenn ihm der Raum nicht gegeben wird, sucht er ihn sich.
  • Komplizen suchen sich nicht, sie finden sich. Lassen sich in Organisationen Räume zum Finden gestalten?
  • Um kreativ sein zu können, muss man auch mal intransparent und konspirativ unterwegs sein.

Gedankenfetzen, die in meinem Kopf zirkulieren. Ich bin mir sicher, sie werden an unpassenden und passenden Stellen in den nächsten Wochen und Monaten wieder auftauchen. Ich bin gespannt, was daraus werden wird. Gute Nacht!

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